wer hatte auch schon sehr früh einen Bandscheibenvorfall?

Hallo!

Ich hatte schon mit 23 Jahren einen Bandscheibenvorfall im Lendenwirbelbereich (L5 S1), dem leider mit Krankengymnastik und Schmerztherapie etc nicht beizukommen war. Das Ende vom Lied war, dass ich operiert werden musste mit anschließender Reha von 4 Wochen.

Nach der Reha bekam ich eine starke Entzündung im operierten Bereich und ich musste noch mal 1 Woche ins Krankenhaus weil ich 8 Wochen am Stück (!) Fieber hatte :-[

Ich war insgesamt ein 3/4 Jahr krank geschrieben, konnte danach keine Vollzeit Stelle mehr ausüben und psychisch ging es mir auch nicht gut.

Bei dem abschließenden Kernspin wurde festgestellt dass ich 3 weitere Vorwölbungen der BS habe und zwar genau an den 3 Wirbeln über dem L5S1. Toll... Die Ärzte haben gemeint es sei nur eine Frage der Zeit bis der nächste BS-Vorfall kommt... #zitter

6 Jahre hat es jetzt gut gegangen. Ich habe in der Zwischenzeit 2 süße Kinder bekommen trotz der Angst dass die SS meiner Wirbelsäule arg schaden würde, aber mir ging es seit der 1. SS richtig gut #pro

Jetzt habe ich seit 3 Tagen wieder so üble Schmerzen in den Beinen. Und zwar fühlen sie sich ganz genauso an wie damals bei dem BS-Vorfall. Vorgestern habe ich sogar die halbe Nacht nicht geschlafen vor Schmerzen :-[

Ich müsste dringend zum Arzt, aber ich trau mich nicht. Das Theater möchte ich nicht noch einmal mitmachen. V.a. nicht jetzt. Meine Kinder sind 3 Jahre und 7 Monate alt. Ich muss doch für sie da sein!!!!!!!!!!!!!!!!! HILFE!

Wem geht es ähnlich? Wer hatte auch schon früh einen BS-Vorfall? Und wie geht ihr damit um? Wie geht es euch?

Gruß, Anja

1

Suche mal einen Ostheopathen auf. Vielleicht ist "nur" dein Iliosakralgelenk blockiert. Das kann solche Schmerzen und auch Begleiterscheinungen auslösen, weil die Statik nicht mehr stimmt.

Alles Gute!

2

Huhu Britt,

ich hatte vor 14 Jahren eine Versteifung der kompletten Brustwirbelsäule. Das ganze musste 3 mal operiert werden.

Gute 10 Jahre verlief alles gut - schmerzfrei zum größten Teil.

Vor 5 Jahren brachte ich meine Tochter (einen Mondkalb :-D) zur Welt. In der Schwangerschaft und kurz danach war augenscheinlich alles paletti!

Doch leider hat das "Ausleiern" sämtlicher Muskeln, das falsche Tragen meiner schweren Tochter und das Außer-Acht-Lassen meines Rückens (weil war ja schmerzfrei) ziemlich viel Schaden angerichtet.

Das Ende vom Lied ist eine Lordose, die so stark ist, dass die Dornfortsätze der Wirbelkörper aneinanderreiben, die Rippengelenke ständig blockiert sind, meine Bandscheiben langsam aber sicher den Geist aufgeben im LWS-Bereich. (Logisch, sie bekommen seit meiner Versteifung ja alles ab).

Der Orthopäde sagt:

Seien sie froh über 10 Jahre Schmerzfreiheit, der Rest ist eben eine Folge. Isso.

Der Operateur sagt:

Jedes Jahr sollten 2 Wirbel in der LWS versteift werden. Somit ist eine längere Beweglichkeit gewährleistet.
Da ich aber ein Kind habe, und mich nicht jährlich freudestrahlend dem Operateur vorlegen möchte, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich mich schonen muss! Komplett!

Damit hoffen wir, die LWS noch ca. 5 Jahre und ein weiteres Kind (möglicherweise) im Gange zu halten, und dann wird die LWS in einer OP komplett versteift.

Tja, wie gehe ich damit um?

Kann ich dir nicht sagen. Ich habe mich weitestgehend mit dieser Situation abgefunden. Was habe ich auch für eine Wahl.

Vor einer erneuten OP habe ich überhaupt keine Angst - diese wurde mir durch die 3 schon gewesenen OPs weitgehend genommen.

Ich hab damals einfach einen schlechten Zeitpunkt erwischt. 2 Jahre später wurden die OP-Verfahren auf bessere umgestellt.

Ist halt so - wird immer so sein.

Ich hoffe einfach, die LWS so lange wie möglich durch Schonung intakt zu halten.
Ist diese dann mal versteift, bete ich, dass wenigstens die HWS mein Lebtag durchhält.

Ich möchte wenigstens noch "im Kreis" schauen können ;-)

Grüße
(PS: bezüglich guten Orthopäden und Physiotherapeuten und Austausch mit Betroffenen, könnte ich dir eine gute Internetseite empfehlen. Melde dich!)

3

Willkommen im Club. Ich schlafe seit einer Woche kaum noch, da ich beim Liegen und besonders morgens nach dem Aufstehen solche Schmerzen habe. War gerade erst am Montag wieder in der Röhre zum MRT und haben einen starken Bandscheibenvorfall in L4/5, 2006 hatte ich einen Bei L5/S1. Ich bekommen nun insgesamt 4 PRT Spritzen unter dem CT. Wenn das nicht hilft, rät mir der Neurochirurg in 3 Monaten zur OP. Denn es könnte sonst sein, daß sich der Schmerz ins Gedächtnis frisst und selbst wenn die Ursache dann weg ist, man unter Chronischen Schmerzen leidet.

Das hat mit dem Alter rein gar nichts zu tun, sondern meist etwas mit einem zu schwachen Bindegewebe.

"Ich müsste dringend zum Arzt, aber ich trau mich nicht. Das Theater möchte ich nicht noch einmal mitmachen. V.a. nicht jetzt. Meine Kinder sind 3 Jahre und 7 Monate alt. Ich muss doch für sie da sein!!!!!!!!!!!!!!!!! HILFE"

Es hilft leider nicht vor dem Arzt davon zu rennen. So früher du gehst, umso besser und am besten gleich zum NC.

Schau doch hier mal in unser nettes Forum rein http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?act=idx, da triffst du viele Leidensgenossen (und mich auch ;-) http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=37971).

Gute Besserung! Mei


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Ich hatte vor 5 Jahren (mit Anfang 30) 2 BSV.
Lag auch 2 Wochen stationär, dann 3 Wochen Reha. Meine Kinder waren damals 3 und 1 Jahr alt.
Weiss also in etwa, wie Du Dich fühlst.

Den Rücken habe ich mittlerweile ziemlich gut im Griff: Ich habe mit Kieser-Training dringend notwendige Muskulatur aufgebaut. Wenn es doch mal zu sehr weh tut, gehe ich zu "meinem" Chiropraktiker.
Das Einrenken wirkt oft Wunder.

Ich bin sicher: Hätte ich den Chiro schon vor 5 Jahren gehabt, wäre ich gar nicht erst im KH gelandet.

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Hi,

ich, mit 25! Kinder bekommen mit 42 und 45.

Ab mit dir zum Arzt! Ob du dich traust oder nicht spielt keine Rolle, SO wirds nur schlimmer. Es muss noch kein Vorfall sein, eine Wurzelreizung reicht aus. Dagegen kann man erst mal spritzen und dir Krankengymnastik, Fango und Massage verschreiben. Wenn du es auf sich beruhen lässt, wird es bestimmt nicht besser!

Sobald ich was habe durch falsche Bewegung oder so, bin ich innerhalb einer halben Stunde beim Arzt und lasse mich spritzen und am nächsten Tag bei der Massage (bekommt man fast immer einen Platz, wenn man selbst zahlt). Der Rest ist Ibuprofen und Mydocalm gegen Schmerzen und zum Entspannen der Muskeln.

Es muss ja nicht so sein wie das letzte Mal, als du operiert wurdest und man kann je früher, desto besser etwas dagegen machen. Durch deine Schonhaltung wirst du nämlich alles nur noch verschlechtern.

Ich drücke dir die Daumen!!!!

LG
Gael

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