Abszesse im Intimbereich / innere Oberschenkel

Hallo, ich hoffe mir kann einer Tipps geben, mit meinen Ärzten komme ich nicht weiter…
Vor ca. 9 Jahren stellte ich den ersten „Pickel“ an der linken Oberschenkelinnenseite fest. Damals ging ich zu einer Hautärztin, sie meinte das käme vom rasieren und ich sollte das rasieren lassen. Das „Ding“ verschwand irgendwann und ich hatte eine Weile Ruhe. Dann bekam ich wieder so ein „Ding“, ging zu meinem damaligem Frauenarzt, er meinte auch das das vom rasieren käme, verschrieb mir aber auch eine Salbe. Diese „Dinger“ breiteten sich aus, mittlerweile habe ich sie an beiden Oberschenkelinnenseiten und letztens auch eins an der Schamlippe. Sie kommen, tun schrecklich weh das es fast unerträglich ist eine Hose zu tragen, werden größer und verschwinden irgendwann wieder / werden kleiner. Im letzten Sommer war es wieder schlimmer geworden und meine Schwägerin (Krankenschwester) nahm mich mit in die Klinik. Ein Arzt schaute sich das an und er war der erste, der mir sagte dass es sich hierbei um ein Schweißdrüsenabszess handelt. Diese Dinger kommen ohne Vorwarnung und ohne eigenes Zutun. Als ich bei ihm war meinte er, schneiden könne er es nicht, da es noch zu klein sei… Als wieder so ein Ding größer wurde, ging ich zu meiner Frauenärztin, sie meinte für den großen würde sie mir eine Überweisung zum Chirurgen geben, für die kleineren wollte sie eine Antibiotikakur versuchen. Zu dem Zeitpunkt war ich schwanger, womit das Antibiotika ausfiel. Da ich dann in der 10.SSW eine zweite Fehlgeburt hatte, hatte ich auch den Chirurgen vergessen. Nun kämpfe ich wieder mit einem hartnäckigen Abszess. Meine Schwägerin hatte mir eine Zugsalbe besorgt, aber wirklich helfen tut sie nicht. Ab und an gehen die Dinger zwar mal auf, aber es ist nie so, das sie wirklich verschwinden, habe das Gefühl sie ziehen sich zurück und kommen wieder / kommen an anderen Stellen wieder. Nun habe ich gelesen, dass das ja Entzündungen im Körper sind, die im schlimmsten Fall auch das Herz angreifen könnten. Und ich mache mir auch Gedanken, ob das neben meiner Faktor-V-Leiden-Mutation, die nach der zweiten Fehlgeburt in einem Genetiklabor festgestellt wurde, auch ein Grund für die Fehlgeburten war.
Kennt sich jemand von euch damit aus? Hat eine von euch diese Antibiotikakur schon gemacht, hat es was gebracht? (soll so ca. 9 Wochen gehen, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe) Ich hoffe eine von euch kann mir weiter helfen. LG Claudia

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Hallo,

ich hab da auch seit Jahren mit zu tun!

Nachdem ich mich dann zum Schneiden habe überreden lassen, kam das böse Erwachen. Eine Garantie gab der Doc mir zwar nicht, dass die Viecher nicht wiederkommen (sein Glück), aber was dann kam?

Jetzt hab ich zu manchen Zeiten bis zu 8 Stück und das Einzige, dass was bringt ist Natrium Phosphorikum als Salbe. Basierend auf Schüsslersalzen. Die helfen die Dinger zu weichen und die Schmerzen im Rahmen zu halten.

Von einer Antibiotikumkur hab ich nie gehört, aber einen Versuch ist es wert, würd ich meinen.

Viel Erfolg!

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Hier auch eine Geplagte...

Die Krankheit nennt sich Akne inversa oder auch Hidradenitis suppurativa.
Leider bringt da gar nichts langfristig etwas außer großflächige OP, Ernährungsumstellung und das Rauchen aufgeben (viele AIler sind Raucher und übergewichtig).

Das Problem: Auch wenn der Abszess äußerlich zurückgeht, hinterlässt er in der Tiefe sog. Fistelgänge, und so wird die Fläche immer größer.

Ich habe mit vor knapp 2 Jahren die Achseln ausräumen lassen, leider habe ich es aus Zeitmangel nähen lassen, was absolut falsch ist.

Wenn du in der Nähe von Heidelberg wohnst empfehle ich dir den Prof. Dr. Hartschuh in der Uni-Klinik, der ist Spezialist und kennt sich wirklich gut mit dieser Krankheit aus.

www.akne-inversa.da

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ich danke euch für eure antworten! hab mich jetzt im empfohlenen forum registriert, DANKE

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