Brillenwerte - stark verändert

Hallo.

Ich hoffe von euch kann mir jemand helfen.
Ich war heute mit meiner Tochter Alea (wird im April 3) in der Augenklinik, zu einer Kontrolle für eine Schiel-OP.

Mit 9 Monaten wurde bei ihr eine Weitsichtigkeit festgestellt (bei einem anderen Augenarzt) mit folgenden Werten:

Sph Zyl Ach
R +4,5 -2,5 180
L +4,5 -2,5 180


Ich muss sagen, dass mit ihren 9 Monaten die Untersuchung damals ziemlich schwierig war (sie hat ja noch nicht wirklich "mitgearbeitet" und der Augenarzt war ein ziemliches A....., konnte einfach nicht mit Kindern umgehen).
Nach ca. 1 Jahr hat der Arzt nochmals kontrolliert und kam auf die gleichen Werte.


In der Klinik ergaben die Messungen heute folgendes:

Sph Zyl Ach
R +3,5 -0,5 15
L +3,25 -0,75 180

Die Untersuchung fand zunächst nach dem Tropfen an einem PC statt.
Da die Werte aber so stark von den früher abweichten, hat der Arzt nochmal nachgemessen um Fehler auszuschließen (Zitat Arzt: Mein Gott, man könnte meinen, wir hätten das falsche Kind vor uns. Der zweite Wert ist ja total anders).

Leider war meine Kleine von den Tropfen und dem Warten ziemlich k.o. so dass ich dem Arzt nur noch mit mehr oder weniger einem halben Ohr zuhören konnte.

Meint er jetzt dass sich der Zylinder sehr verändert hat, oder auch die Achse? Ist das eher schlimmer geworden oder besser?
Und können sich die Werte innerhalb von 2 Jahren so ändern oder hat der erste Doc beim messen evtl. Mist gebaut?
Das Schielen ist durch die Brille ja bisher nicht besser geworden, könnte ja auch daran liegen, dass sich die Werte so verändert haben, oder?

LG
Mareike

1

huhu,vielleicht kann ich dir helfen, wenigstens ein bisschen.
also als erstes, die werte sind schwächer geworden, damit also besser! der zylinder ist jast komplett verschwunden (man sagt auch astigmatismuns, hornhautverkrümmung), bis auf eine halbe/dreiviertel dioptrien. alle kleinen kinder sind anfangs sehr weitsichtig. werte von +6, +7 sind nicht so selten. bei den meisten normalisiert sich das und wird weniger (ist ja bei euch auch so). darüber hätte ich mich jetzt auch nicht weiter gewundert. die untersuchung bei kleinkindern und babies ist natuerlich sehr schwierig. wichtig zu wissen wäre, ob bei der damaligenmessung auch vorher getropft wurde oder nicht???? durch das tropfen schaltet man die muskeln komplett aus. das auge ist nicht mehr in der lage, zu akkomodieren (also sich auf entfernungen einzustellen). es kann also in diesem zustand, den man mydriasis nennt, optimal gemessen werden. wenn nicht getropft ist, kann man nur bedingt messen. es können sich höhere dioptrienwerte "verstecken" , weil das auge die weg drückt und ausgleicht. je älter man wird, desto schwieriger wird das ausgleichen. bei deiner tochter könnte also sein, dass mal getropft und mal ungetropft gemessen wurde, dass allgemein ein messfehler vorlag (halten ja nicht gut still, die kleinen und geräte haben so ihre tücken). ansonsten, habt ihr denn schon mit "abkleben" gearbeitet? seid ihr nur beim augenarzt oder auch bei einer orthoptistin in behandlung? geht dein kind zur sehschule? ich denk mal ja, weil das ja meist prä-op gemacht wird. es wäre auf jeden fall nützlich. ich würde ausserdem bezüglich OP noch eine zweite meinung einholen. viel glück.

sina

2

Hallo Sina.

Erstmal Danke für deine Antwort, habe sie erst jetzt gelesen, da bei uns momentan ziemlicher Trubel herrscht.

Die Werte wurden bisher immer mit vorherigem Tropfen gemessen, also einmal mit ca. 10 Monaten, dann mit ca. 17 Monaten und dann nochmal mit ca. 2 Jahren (wenn ich mich richtig erinnere). Die Werte waren bei unserem Augenarzt immer identisch.
Die Abweichungen kamen jetzt erst im Krankenhaus, da wurde allerdings genau nach Zeit getropft (2 mal innerhalb von 30 minuten?), bei dem anderen Augenarzt konnte es schonmal sein, dass wir nach dem Tropfen noch 1 Std. Wartezeit hatten (im Kh hieß es, dass die Wirkung schon nach 30 Minuten nachlassen kann).

Abgeklebt haben wir auch schon. Hatte aber bisher nicht den gewünschten Effekt. Jetzt sollen wir das abkleben erstmal lassen, bis sie sich an die neuen Gläser gewöhnt hat und dann gehts nochmal zur Sehschule ins Krankenhaus.

Unser eigentlicher Augenarzt hat leider keine Orthoptistin mehr, sie musste aus gesundheitlichen aufhören und bisher hat er wohl noch keine neue gefunden. Die Sehschule macht seitdem (ca. 1,5 Jahre) die Sprechstundenhilfe #kratz und danach schaut der Arzt sich auch nochmal kurz das Schielen an #aerger
Also mit unserem "normalen" Augenarzt sind wir wirklich nicht mehr zufrieden und werden uns wohl auch einen anderen suchen bzw. nachfragen, ob wir für die "normalen" Kontrolluntersuchungen auch ins KH in die Augenabteilung kommen können.

LG
Mareike

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