Schiel-OP bei 3-jähriger? (sorry Doppelposting)

Hallo.

Ich hoffe, dass mir jemand von euch helfen kann.
Meine kleine Tochter (2,5 Jahre) trägt seit ihrem 9. Monat eine Brille da sie kurzsichtig ist und schielt.
Da das Schielen durch die Brille nicht komplett weggegangen ist, hat uns unser Augenarzt an eine Klinik überwiesen, die ihr Schielen genauer untersuchen sollen.
Wir sollen jetzt zunächst einmal am Tag für 2 Stunden ihr Auge abkleben (sie schielt alternierend, bevorzugt jedoch das linke Auge). In 2 Monaten sollen wir jetzt nochmal in die Klinik, die wollen sich ihren Schielwinkel nochmal genau ansehen und wenn er konstant geblieben ist bzw. konstant bleibt, haben sie uns zu einer OP geraten.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit einer Schiel-OP gemacht und kann mir davon berichten?
Ich bin ziemlich hin- und hergerissen, da die einen sagen, je früher desto besser und andere meinen, dass das in so jungen Jahren zu früh sei.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

LG
Mareike

1

Ich habe keine persoenliche Erfahrung mit der OP, aber als Hirnforscherin kann ich das mit dem "je frueher desto besser" voll bestaetigen. Das Gehirn nimmt irgendwann neue Informationen vom "schwachen Auge" nicht mehr an. Leider nimmt die Anpassungsfaehigkeit schon nach dem 4ten Geburtstag stark ab und bei Schuleintritt ist es praktisch schon zu spaet.

Viel Glueck mit dem Abkleben

LG

Catherina

3

Hallo Catherina.

Danke für die schnelle Antwort.

Die Ärzte haben uns allerdings auch schon gesagt, dass Alea vermutlich nie 3-dimensional sehen wird, da diese Fähigkeit bereits im ersten Lebensjahr angelernt wird. (aber hoffen tun wir natürlich trotzdem, dass sie es jemals kann).

Das Abkleben klappt bis jetzt (sind ja auch erst 2 Tage) ohne Probleme (was mich schon gewundert hat, denn bisher hat sie noch nicht mal das kurze Abkleben für den "Sehtest" akzeptiert. Allerdings sehen die Ärzte das Abkleben als keine "Heilmaßnahme", sondern eben nur als Hilfe, dass das rechte Auge nicht schlechter wird bis sie operieren können.

Der Arzt im KH konnte auch nicht verstehen, warum unser Augenarzt gesagt hat, frühestens sollte man im Erwachsenenalter operieren. #gruebel
Allerdings haben sie uns auch gesagt, dass das Gehirn sich evtl. auch nicht an die neue Situation nach der OP gewöhnen könnte, aber das käme nur selten vor.

Jetzt müssen wir aber erstmal das nächste 1/2 Jahr abwarten, ob der Schielwinkel konstant bleibt und dann wird wohl ein Termin für die OP gemacht.

LG
Mareike

2

Hallo,

dann hol doch noch eine weitere Meinung ein. Was sagt der eigentliche Augenarzt? Meine Tochter schielt auch und trägt deswegen seit kurzem eine Brille und soll, wenn es nicht besser wird auch ein Pflaster bekommen. Funktioniert das gut bei Deiner Tochter?
Und wenn das nichts hilft dann soll sie kurz vor Schuleintritt operiert werden. Und ich denke, das reicht dann auch. Das wäre dann in erster Linie aus kosmetischen Gründen.
LG

4

Hallo Tigerbaby.

also das Abkleben funktioniert bis jetzt noch gut (sind ja auch erst 2 Tage und jetzt müssen wir erst noch auf die neuen Pflaster warten). Es hat mich sehr positiv überrascht, dass sie sich nicht gegen das Pflaster gewehrt hat, denn bisher mochte sie es noch nicht mal, wenn sie beim Arzt für den Sehtest ein Auge kurzzeitig abgeklebt bekam. Aber mittlerweile gibts ja die tollsten Bilder auf den Pflastern, da kann wohl kein Kind wiederstehen.
Allerdings wir das Abkkleben bei uns keine Schielbesserung bringen, es soll einfach nur verhindern, dass sie ihr rechtes Auge zu sehr vernachlässigt, da sie scheinbar mit dem Linken besser sieht (obwohl sie damit auch hin u wieder schielt).

Schielt deine auch alternierend oder mit nur einem Auge? Ist sie auch Kurz- oder Weitsichtig? Wie alt ist sie denn?

Ja, also wenn es nur um die Kosmetik ginge, wäre es mir auch "egal" ob mit 3 oder 6 Jahren. Dann würde ich evtl. auch so lange warten, bis sie selbst entscheiden kann. Die Frage ist eben nur, ob da dann das Gehirn auch mitspielt, sprich die neue Sehweise azeptiert. Das sind eigentlich meine größten Bedenken.

Unser eigentliche Augenarzt hat usn damals gesagt, keine OP vor dem Erwachsenenalter. Aber ganz ehrlich gesagt, war ich froh, als er uns dann mal ans KH zur Kontrolle überwiesen hat, denn er scheint, vor allem mit Kindern nicht gut umgehen zu können. Zudem ist seine Orthopädistin vor ein paar Monaten "gegangen" so dass er jetzt auch die Arbeit übernehmen muss, bzw. des öfterne eine Sprechstundenhilfe das macht (und sorry, egal wie erfahren sie ist, aber davon denke ich hat sie keine Ahnung).

LG
Mareike

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Hallo,
Franziska schielt mit dem rechten Auge nach außen und ist kurzsichtig. Die Brille soll das Schielen wohl schon verbessern, aber wir sehen davon nichts. Im September müssen wir wieder hin. Mal sehen. Der Augenarzt arbeitet mit einer Orthopädistin zusammen. Die macht das ganz gut.
Wenn Du Dir unsicher bist hol noch eine weitere Meinung ein.
Unsere Tochter ist 2,5 Jahre.
LG

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