knochenmetastasen - wie gehts weiter?

servus,

hab mal ne frage. im august 07 bekam mein vater seine rechte niere nebst nebenniere + harnleiter rausgenommen. er hatte ein geschwür von etwa der größe einer pampelmuse.

danach erfolgte keine weitere behandlung.

seit oktober 07 klagte er über arm und rückenschmerzen - außer voltaren gabs nichts.

samstag brach er sich aus heiterem himmel die schulter. er hat nichts gemacht, war nur pinkeln - also keine körperliche anstrengung. danach folgte op mit einem nagel in der shculter.

gestern hieß es, dass es knochenmetastasen waren. der arzt hatte es seeeehr eilig und verschwand.

nun meine fragen: wie werden knochenmetastasen behandelt? bestrahlung? gibts dafür spezielle kliniken oder wird das überall gemacht? können die metastasen überall in den knochen sein oder eher punktuell?

bitte gebt mir antworten - machen uns große sorgen....


glg

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Hallo,

ohje das hört sich nicht gut an. Wenn es Metastasen sind gibt es einen Primärtumor von dem die Metastasen ausgehen. Behandelung gibt es verschiedene Methoden. Chemo, Bestrahlung usw.....
Versuch den Arzt zu kriegen und lass Dich nicht abwimmeln.
Ich wünsche Euch alles Gute!

liebe Grüße
Janine

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hallo janine,

danke für deine antwort.

der primärtumor wurde ja bereits entfernt :-)

mal schauen was die zeit bringt.

glg

2

Hallo Michi!

Bei Knochenmetas wird üblicherweise eine Bestrahlung durchgeführt (=Radiatio). Das wird ausschließlich an Fachabteilungen gemacht. In der Regel wird davor eine bestimmte Untersuchung gemacht (Knochenszintigraphie), bei der erstmal geschaut wird, wo denn Dein Vater überhaupt Knochenmetas hat. Es gibt auch die Möglichkeit bestimmte Substanzen für den Knochenaufbau/Knochenhärte regelmäßig über die Vene zu bekommen (sog. Bisphosphonate).
Was jetzt für Euch wichtig ist:
1. Sucht Euch den behandelnden Arzt und besteht auf ein Aufklärungsgespräch. Das ist für Deinen Vater und den Rest der Familie immens wichtig und total essentiell.
2. Sucht Euch einen Onkologen/Urologen, der sich mit der Erkrankung gut auskennt und Euch entsprechend gut beraten kann, was für Möglichkeiten an Therapie es in Eurem individuellen Fall gibt. Dabei ist ganz wichtig, daß das ein Arzt ist, dem Ihr wirklich vertrauen könnt.
3. Laßt Euch von keinem Arzt abwimmeln oder mit med. Fachkauderwelsch zutexten bzw. mit Floskeln abspeisen. Ihr müsst so lange fragen, bis IHR das Gefühl habt, gut informiert zu sein (und wenn man 100000x nachfragen muß, dann ist das eben so...)
4. Wirklich erst einen Schritt nach dem nächsten planen, das anpacken, was im Moment gerade wichtig ist. Die Momente, die gerade auftauchen beackern, nicht in Zukunftsplänen sich verzetteln.

Alles Gute!!!
LG #klee

3

wie immer danke an dich :-)

der urologe bei dem mein paps in behandlung war hatte bluttests zur metastasen suche angeordnet, die haben aber wohl keine metas angezeigt. warum nicht? findet man die übers blut nicht? ich dachte blut und lymphsystem transportieren die krebszellen...??

habe nun gelesen, dass knochenmetas nur ganz selten nur auf einen punkt bezogen sind (also schulter...) in dem fall wäre ja auch nur eine bestrahlung an der stelle möglich, oder?

Knochenszintigraphie = sowas ähnliches wie röntgen, mrt und ct?

zum thema fachabteilung: meine eltern wohnen 300km weit weg. meine mutter ist auch krank und kommt alleine nicht zurecht. mein bruder kann sich nciht ausreichend kümmern da er beruflich arg eingespannt ist und eigne fmailie hat. ich darf auf grund von SS-komplikationen nicht hinfahren. KÖNNTE mein vater eine therapie ggf. in einer anderen stadt (sprich hier in göttingen) machen lassen? dann könnte zumindest meine mutter mit her kommen. also hat er das "recht auf klinikwahl" - natürlich vorrausgesetzt er zahlt transportkosten etc selbst?

vlt. haste ja noch die ein oder andere antwort :-)

vielen lieben dnak dass du immer so kompetent antwortest #blume

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Hallo michi!

#bitte, man tut, was man (meint zu können) kann;-) Is doch selbstverständlich...
Also,
1. man findet im Blut nicht zwingend Hinweise auf Metas - das ist ja die Tücke...:-(
2. Ja, eine Bestrahlung ist immer punktuell - sonst würde man ja den ganzen Menschen verstrahlen und das ist ja nicht der Sinn der Sache. Man will ja nur den Tumor erwischen...
3. Szintigraphie ist eine Nuklearmedizinische Untersuchung. Du bekommst eine geringe Menge an 'kurzlebigen' Radionukleiden gespritzt und setzt Dich dann vor einen bestimmte Apparat (=Gammakamera oder Scanner). Die Radionukleide reichern sich nur in bestimmten Geweben an z.b. eben Knochenmetas. Danach bekommt man dann ein Bild, wo man genau sieht, wo sich das Nukleid angereichert hat, sprich, wo überall Metas sind.
4. Natürlich ist eine Therapie auch woanders möglich. Das soll Dein Vater und Bruder mit den Doc-s, bei denen sie jetzt sind, halt gleich besprechen. Unter Umständen kommt da auf Euch etwas Organisationsarbeit zu, aber die Hausärzte (HA von Deinem Vater und z.b. Deiner) stehen einem da meistens auch gut zur Seite. Ein guter Arzt ist immer am Wohl seines Pat. interessiert und versucht dann schon, die Wünsche des Pat. so gut wie möglich zu erfüllen. In Göttingen habt Ihr ja eine Uni mit Strahlentherapie (Leiter ist Prof. Dr. Dr. Clemens Hess), da ist Dein Vater sicher gut aufgehoben und die sind auf den Unis oftmals besser, weil auf neuestem Stand der Wissenschaft und Technik.
Überleg Du Dir aber erstmal, ob Du Dir das antun willst. Eine Bestrahlung ist für den Pat. immer auch anstrengend usw. Das müssten Du und Dein Mann Euch überlegen, ob Ihr diese weitere Strapaze (obwohl Familie, ich weiß, aber trotzdem...) auf Euch nehmen wollt. Vielleicht kann ja Deine Schwägerin einspringen? Das müsstet Ihr einfach innerhalb Eurer Family klären...

Ich drück Euch all meine Daumen! #liebdrueck Laß mal hören, wies dann weitergegangen ist...

LG #klee

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