Kosten für eine Impfung - Privatleistung ????

Mal eine Frage:
Wie sind denn so generell die Kosten für eine Impfung im Rahmen einer Privatleistung - z.B. Reiseimpfung oder andere besondere Gründe.
Und zwar, wenn man den Impfstoff schon selbst in der Apotheke besorgt und bezahlt hat.

Unsere Kinderärztin wollte uns für die Injektion alleine knapp 50 Euro in Rechnung stellen. Ich dachte erst, dass es sich um einen Fehler handelt und sie evtl. den Impfstoff ausversehen mit in der Rechnung aufgeführt hat. Aber diese 50 Euro sollten alleine für die Injektion sein - also für diesen kleinen Picks.
Unvorstellbar!
Ich hatte bereits vorher und jetzt nochmal mit meiner Krankenkasse den Satz abgeklärt, da sie im Falle meiner Tochter aus ganz besonderen medizinischen Gründen, die Kosten für den Impfstoff übernehmen und auch für die Injektion - zwischen 10 und 15 Euro. Das wäre auch der normale Satz.
Aber 50 Euro kam auch meiner Krankenkasse komisch vor und sie erklärten mir, dass sie eine so utopisch teure Injektion nicht finanzieren. Ist ja auch verständlich.
Die meisten Ärzte verlangen nämlich für die Injektion wirklich zwischen 10 und 15 Euro.
Keiner konnte nachvollziehen, wie die Kinderarztpraxis auf den Wert von 50,00 Euro kam.
Und auch ich konnte es nicht nachvollziehen, da meine Kinderärztin sich vor einigen Monaten weigerte einen Krankenkasse-Bonus-Scheck für meine Tochter fürs Impfen (normale Impfung für Kinder lt. STIKO) abzustempel. Für diesen Scheck hätte meine Tochter im Gegenwert von 6,00 Euro eine Sachprämie bekommen. Die Ärztin begründete dies damit, dass sie es nicht einsieht, dass sich meine Tochter für 6,00 Euro dann was bei der Krankenkasse aussuchen dürfe. Denn es kann nicht sein, dass die Patienten mehr Geld bekommen als sie - das war ihre Aussage.
Damals hatte ich mich schon gewundert, warum sie sich so aufregt.
Aber deshalb habe ich mir gedacht, dass die Impfung ja kein "Vermögen" kosten kann.
Umso mehr habe ich mich über die 50 Euro geärgert.
Die Kinderärztin hätte meine Tochter nur geimpft, wenn wir 50,00 Euro auf den Tresen gelegt hätten. Und das, obwohl es bei meiner Tochter im besonderen Fall medizinisch notwendig ist.

Lange Rede - kurzer Sinn!

Wir nahmen unseren Impfstoff und Impfausweis und sind zu unserem Hausarzt gefahren. Es musste doch irgendjemand geben, der meine Tochter zum regulären Satz impfen wird. Mein Hausarzt hat es ohne Probleme gemacht - für ca. 15,00 Euro. Er und auch seine Assistentinnen konnten auch die Rechnung der Kinderärztin nicht nachvollziehen.

Was zahlt man denn so in der Regel für eine Impfung?
Bzw. was habt ihr schon bezahlt?


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Es gibt eine Gebührenordnung für Ärzte, an die MÜSSEN sich alle halten! Aus dem Gedächtnis ist für eine Injektion etwa 7 € als Satz enthalten, bei Privatpatienten 3,5facher Satz, also 24,50 €.

LG Andrea

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Stimmt. Vllt. hat die Kinderärztin noch eine Impfberatung als Privatleistung abgerechnet?

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Die Impfberatung war in unserem Fall aber nicht nötig, da meine Tochter die Hepatitis A Impfung aufgrund einer Blutgerinnungsstörung (Tranfusionsmedizin) bekommt. Dies wurde vom Gerinnungsspezialisten der Uniklinik empfohlen.
Da das Gerinnungszentrum aber weiter entfernt liegt, können wir uns auch hier vor Ort beim Arzt impfen lassen. Also sollte das der Kinderarzt eigentlich machen.

Ist ja jetzt auch egal - der Hausarzt hat die Impfung durchgeführt und einen normalen Preis von ca. 15 Euro berechnet.

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Hallo!

Die Ärztin kann quasi alles abrechnen: Untersuchung vor der Impfung (sie muss sich ja überzeugen das der Impfling gegenwärtig gesund ist), die Impfbrtg., die INjektion an sich, evtl noch ein Untersuchungszuschlag und natürlich der Piks an sich und evtl. noch ein Zuschlag auf Grund des Alters beim Kind:

Könnte dann evtl. so aussehen:

1,5 (oder 7), k1,250 (glaube das ist die Injektion). und das mit 3,5 fachen Satz ergibt locker 50 Euro

LG Kerstin

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Hi,

ich arbeite in einer Arztpraxis, und schreibe dort die Rechnungen.
Für eine Impfung, also nur die Injektion, ohne Impfstoff berechnen wir 10,72 Euro, und das ist der normale Satz. Mag sein, dass es in einer Kinderarztpraxis nochmal anders ist, aber 50 Euro ist ein utopischer Preis, den ich nie im Leben bereit wäre zu bezahlen. Ich würde zu dieser Abzockerin nie wieder hingehen. Denn wer so abzockt, der spart sicher auch an Leistungen fürs Kind. Das ist eine Unverschämtheit.
Und mir ist es noch unangenehm unseren Patienten den "Pieks" in Rechnung zu stellen, aber eure Ärztin ist der Abschuss. Mir wäre auch kein Grund bekannt, warum es gerechtfertigt wäre so viel Geld zu verlangen. Das müsste sie begründen, und diese Begründung würde mich dann doch sehr interessieren...

LG

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