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Nachts alle 1,5 bis 2 Stunden am Stillen

vanowen 09.01.16, 09:20
Liebe Claudia,

mein 15 Wochen alter Sohn schläft seit einigen Wochen nachts leider nicht mehr so viel wie davor. Er wird ca. alle 1,5 - 2 Stunden wach und trinkt dann. Davor hat er locker 4 oder 5 Stunden ausgehalten. Auch tagsüber hat er nicht so lange Abstände. Woran könnte das liegen? Und sollte ich die Abstände am Tag geringer machen, damit er Nachts nicht mehr so viel Hunger hat oder geht das eher nach hinten los und er will dann immer kürzere Abstände? Er schreit oder weint auch nie. Wenn er Nachts Hunger hat, dann macht er ständig mit dem Kopf hin und her (er schläft auf dem Bauch im Beistellbett) und gibt ein paar Töne von sich. Schnuller nimmt er keinen. Bin etwas verzweifelt, da mich die Nächte echt fertig machen. Ich bin bis jetzt sehr verwöhnt mit ihm und somit ist es echt anstrengend plötzlich 3 bis 4 mal Nachts zu stillen. Oder sind das Phasen (Schub etc.). Wie gesagt am Tag über merke ich nichts.

Vielen Dank und auch wenn schon etwas später trotzdem noch ein Frohes Neues und vor allem gesundes Jahr 2016! #klee

vanowen
thalsch 09.01.16, 10:45
Hallo,

Wir hatten das auch, er hatte einen tollen Rhythmus ging um sieben ins Bett und kam ein Mal Nachts zum Stillen. Das war mit ca. 17 Wochen vorbei. Plötzlich musste ich auch alle 1-2 Stunden rüber. Mal Hunger, mal Schnuller verloren, mal wieder auf den Bauch drehen ( er ist auch Bauchschläfer und kam vom Rücken nicht mehr alleine zurück)
Das ging bei uns so 4-5 Wochen, dann wurde es langsam besser. Aber ganz langsam. Erst so mit 8 Monaten waren wir dann soweit, dass er nur noch 3-5 Mal Nachts wach war,,davon ein Mal stillen. Inzwischen hat er sich auch Nachts abgestillt, so mit 8,5 Monaten.
Laut diesem Buch dürfte es der 19 Wochen Schub gewesen sein.
Da hilft leider nur durchhalten und bei Bedarf stillen. Vielleicht hast du auch Glück und er wächst nur und braucht deswegen mehr. :)
hebamme.im.dienst 10.01.16, 11:28
Liebe vanowen,

ich kann deine Müdigkeit sehr gut nachempfinden. Auch ich habe meine Kinder acht Monate lang nachts alle 1,5-2 Stunden gestillt. Ehrlich gesagt ist dies ein durchaus normaler Rhythmus - wenn auch nicht schön.
Die Aussage, dass dein Kind aber schon solch lange Schlafphasen hatte lässt darauf hoffen, dass es sich bald wieder umstellt und besser und länger schläft. Versuche nachts so konsequent wie möglich zu sein. Bespaße nicht und füttere nur, wenn du es als notwendig empfindest. Mir persönlich war das immer zuviel Stress. Ich habe einfach angelegt, da es unkomplizierter war und ich so gleich weiterschlafen konnte. Meine Kinder haben nach dem ersten nächtlichen Anlegen bei mir gelegen, haben dann immer nur kurz gemeckert, dass ich mich bitte frei machen soll und schon war wieder Ruhe. So hat es bei uns aber auch recht lange gedauert. Meine Kinder kamen auch nach dem Abstillen nachts noch ein bis dreimal. Der eine zwei Jahre lang, der andere 15-18 Monate lang. Ab dann war Ruhe.

VG Claudia
hebamme.im.dienst 10.01.16, 11:31
Und zu deiner Frage bezüglich des Fütterns am Tag. Wie oft trinkt er denn dann? Es ist natürlich möglich, dass es ihm nicht reicht und er dann nachts noch mehr braucht. Ich kann mir erinnern, dass mein Großer das mit vier Monaten auch hatte. Er hat tags teilweise sieben Stunden nichts zu sich genommen und kam dann nachts stündlich. Da dachte ich auch, dass ich durchdrehen muss. Irgendwann waren es wieder zwei Stunden, aber deutlich besser wurde es eben erst nach acht Monaten. Dann wie gesagt wieder schlechter und dann wieder besser... ;-)
vanowen 10.01.16, 13:40
Liebe Claudia,

danke für deine Antworten. Also tagsüber schau ich dass ich ihn spätestens nach 3 Stunden stille. Er selbst meckert kaum, so dass ich es nicht an ihm ausmachen kann. Er trinkt dann zwischen 5 und 10 Minuten. 10 Minuten ist eigentlich schon gut, viel länger trinkt er selten. Nachts lege ich ihn dann auch gleich an und er trinkt wieder so 10 bis 15 Minuten. Es wird nicht bespasst und kein Licht angemacht. Aber da er eben trinkt, zeigt mir, dass er wohl doch vor Hunger aufwacht. Nur eben seltsam, dass er das erst seit kurzem macht. Wir hatten sogar schon eine Nacht an dem er 8 Stunden am Stück geschlafen hat. Aber das war natürlich eine Ausnahme. Hoffentlich macht er jetzt nicht bis zum 8. Monat so weiter :-(. Wir fliegen am Samstag für 6 Wochen in die USA. Irgendwelche Tipps, wie ich für die Umstellung so einfach wie möglich machen kann? Da wir noch keinen richtigen Rhythmus haben, mach ich mir nicht so viele Gedanken. Doch ich will natürlich nicht dass viele nächtliche Aufwachen dadurch noch verstärken.
Lieben Dank schon mal im voraus
vanowen
chriseline 12.01.16, 12:51
ich schätze auch, dein sohn hat einen schub und braucht gerade einfach mehr bzw. lässt schon mal vorproduzieren, hatten wir auch immer wieder...tagsüber kam er bis zum brei alle 2-3h, nachts zum glück auch mal länger... mittlerweile wird er nicht mehr gestillt, aber die nächte sind sehr unterschiedlich - mal mehrfaches schreien, so dass ich ihn irgendwann zu uns hole, weil ich keine lust mehr habe ständig runter zu laufen, mal einmaliges schreien oder sogar gar nichts...
im november waren wir zum 1. geburtstag noch bei 3 mal stillen - die ärztin geschockt und gerade das 1 mal nachts stillen hat die total gestört und sie hat mir prompt einen artikel zu schlafproblemen mitgegeben....hahaha.....nun ja...ärzte...

drücke die daumen, dass die oft-trink-phase nachts bald vorbei ist und ihr wieder ruhiger schlafen könnt!
vanowen 12.01.16, 13:21
Danke fürs Daumen drücken :-). Ich weiß auch nicht so recht. Und er schreit oder weint ja auch nie. Er wurschtelt dann nachts so lange in seinem Bett rum, bis ich ihn raushole und anlege. Und dann trinkt er schläft an der Brust ein und nach 2 Stunden das Gleiche Spiel. Aber letzte Nacht waren es auch mal 3 Stunden dazwischen und dann wieder nur eine halbe. Na ja, so sind sie eben die Kleinen. Und trotzdem immer noch so süß, dass ich ihn fressen könnte; zumindest am nächsten Tag dann wieder ;-).
hebamme.im.dienst 12.01.16, 14:20
Wieso lässt du ihn nicht wurschteln? Wenn er nicht schreit braucht er vielleicht nur Beistand um wieder einschlafen zu können? Das Aufwachen ist ganz normal, das tut jedes Kind, nur jedes Kind geht damit anders um...
vanowen 12.01.16, 17:38
Mmh...also ehrlich gesagt, wurschtelt er und ich schau dann auf die Uhr, ob er Hunger haben könnte. Wenn es noch nicht so lange her ist, versuch ich ihn mit streicheln und Hand auflegen zu beruhigen. Aber das hat noch nie geklappt. Okay, ich mach das in der Nacht auch nicht ewig lange. Wenn er nach ca. 5 Minuten nicht aufhört nehme ich ihn und stille ihn. Dann trinkt er schläft ein und ich leg ihn wieder zurück. So mache ich das seit dem er auf der Welt ist. Bis jetzt ging das immer super, nur wundert mich eben, dass er seit ein paar Wochen wieder häufiger kommt. Woran erkenne ich denn ob er nur Nuckeln will oder wirklich Hunger hat? Manchmal höre ich ihn schlucken, aber nicht immer. Und so wie er gedeiht muss er schon viel trinken ;-). Schnuller nimmt er leider nicht. Sollte ich konsequenter sein und etwas warten bis er richtig meckert in der Nacht?
hebamme.im.dienst 13.01.16, 20:39
Da ist guter Rat wirklich teuer. Zumal aus der Ferne. Hast du noch Kontakt zur Hebamme? Oder wende dich doch einmal an eine Stillberaterin?
Du schreibst, dass er schlecht gedeiht. Dann stille ihn. Ich kann das leider nicht pauschal beantworten. Ich sehe euch nicht, da ist mir das viel zu theoretisch daher geraten...
Wie gesagt, meine Söhne kamen auch so oft, aber ich habe das nie hinterfragt. War zwar traurig, dass ich zweimal so ein Kind "erwischt" habe, aber ich wusste, dass es normal ist und so war es dann eben.

LG Claudia
hebamme.im.dienst 13.01.16, 20:40
Und versuche doch einmal ihn nach dem Stillen bei dir liegen zu lassen. Das hilft oft sehr gut und nach einiger Zeit kann man dann beginnen das Kind wieder stückweise wegzuschieben.
vanowen 14.01.16, 18:22
Liebe Claudia,
danke für deine Antworten. Ich verstehe natürlich, dass eine Ferndiagnose schwer ist. Ich denke auch, dass alles okay ist, nur ist es immer etwas doof, wenn es mal besser war. Mein Sohn gedeiht übrigens prächtig. Das hast du falsch verstanden. Also alles im Lot. Nach dem Stillen in der Nacht kann ich ihn auch wieder einfach in sein Beistellbett legen. Es ist eher die Frage warum er manchmal aufwacht in so kurzen Abständen. Aber die haben sich jetzt auch momentan wieder auf 3 Stunden geändert. Es war wohl Luxus nur einmal in der Nacht stillen zu müsse ;-). Kann mir vorstellen, dass es für dich mit deinen Söhnen auch anstrengend war. Eine Hebamme habe ich nicht und ich denke eine Stillberatung brauch ich wohl erst wenn es mit dem Stillen nicht klappt, aber das passt soweit.
Liebe Grüße und dir eine schöne Zeit! #winke

vanowen
gundelgaukeley 14.01.16, 22:02
Hey!

Du beschreibst ja meinen Sohn! Bei uns fing das um die 15./16. Woche an, dass er nachts "anstrengender" wurde. Vorher schlief er auch vier bis fünf Stunden durch. Ich habs auf den 19-Wochen-Schub geschoben und gehofft, dass es danach wieder besser wird, aber es wurde eher noch ein bissl schlimmer.;-) Er ist jetzt 21 Wochen alt und hängt nachts quasi durchgehend am Busen. Ich kann dabei relativ gut schlafen, aber es ist doch anstrengend, weil recht unbequem.
Mittlerweile glaube ich zu wissen, was ihn umtreibt: Seit einigen Tagen kann ich ein erstes Zähnchen sehen und ertasten. Er hat also Schmerzen, mein armer kleiner Liebling!

Vielleicht schießen ja bei euch auch die Zähne schon in den Kiefer ein?

LG
gundel
hebamme.im.dienst 14.01.16, 22:08
Oh prima, das klingt doch gut. Drei Stunden sind ja immerhin ganz vernünftig.
Und nun wo ich es erneut lese sehe ich auch, dass man deinen Satz auch anders interpretieren kann. Nämlich so, dass das Kind gut gedeiht. So ist das eben mit der Ferndiagnose...
Mit dem Schlaf bei dir meinte ich, dass deine Nähe eventuell helfen kann ihn länger schlafen zu lassen und mit der Stillberatung meinte ich ebenso Tipps zum Schlafen. Ich habe verstanden, dass du keine Probleme mit dem Stillen an sich hast. Viele Stillberaterinnen können aber auch Tipps zum nächtlichen Stillen und Abstillen geben.

Ich wünsche euch, dass es schnell noch besser wird.

Toitoi
Claudia
vanowen 15.01.16, 09:53
Hallo Gundel,

mmh...das ist ein guter Tipp! Gestern abend war echt übel. Er hat sogar die Brust verweigert und nur geschrieen. Hatten wir glaub noch nie! Hat echt ewig gedauert bis er eingeschlafen ist. War das bei dir auch so mit der Brustverweigerung? Hatte schon Angst, dass ich keine Milch mehr habe, aber dem war zum Glück nicht so.

LG
vanowen