Kauf einer Eigentumswohnung - Erfahrungen und Meinungen gesucht.

  • cw1704 03.12.13 - 10:55

  • Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier - war aber von der Qualität der Einträge dieses Forums angetan und habe mich daher entschlossen, euch mal nach eurer Meinung zu fragen.
    Achtung - es wird lang...Aber vielleicht nimmt sich jemand von euch ein paar Minuten Zeit.

    Ich bin 25, mit meinem Freund (26) seit 2 Jahren glücklich zusammen - und obwohl man es nie mit Sicherheit sagen kann, ist das für uns beide etwas für immer.

    Wir wohnen beide immernoch dort, wo wir aufgewachsen sind, sind dort fest verwurzelt und haben auch unsere sicheren Arbeitsstellen in der Nähe. Und wir sind uns beide sicher, dass wir auch den Wohnort nicht wechseln möchten. Auch unser Freundeskreis lässt sich nach und nach fest nieder.
    Mein Freund arbeitet im Vertrieb und hat ein Nettogehalt von 1700 €, ich arbeite bei einem großen Industriehersteller als Onlineredakteurin und verdiene netto 2200 €. Beide Stellen sind unbefristet.

    Derzeit wohne ich allein zur Miete und zahle incl. Nebenkosten und Strom 400 €. Ausserdem habe ich monatlich Fixkosten von knapp 700 € für Versicherung, Bausparvertrag und Aktienfonds. KFZ Versicherung etc. bezahle ich von meinem Weihnachtsgeld.
    Mein Freund wohnt offiziell noch zuhause (ist halt die meiste Zeit bei mir) und zahlt bis Mitte nächsten Jahres 200 € für sein Auto und 400 € in Sparverträge.

    Jetzt kennt ihr uns halbwegs... :)

    Ich bin vor zwei Jahren in meine 55 qm Wohnung gezogen und wollte damals noch keine Eigentumswohnung kaufen, weil ich nach dem Studium gerade 1 Jahr im Beruf war und erstmal Fuß fassen wollte. Grundsätzlich halten wir beide es aber für quatsch zu mieten, weil das Geld einfach weg ist und wir nicht investieren, sondern ausgeben.

    Daher haben wir angefangen, über eine Eigentumswohnung nachzudenken. Unsere ersten Vorstellungen sind 80 qm. Wohnungen, die wir mal ganz grob im Netz erforscht haben liegen in der Lage bei uns zwischen 150.000 und 180.000 €.
    An Eigenkapital würden wir auf knapp 20.000 € kommen.
    Wenn wir eine Wohnung kaufen, wollen wir auf jeden Fall einen Neubau beziehen, damit wir in den nächsten Jahren nicht sofort von Instandhaltungsarbeiten etc. aufgefressen werden.

    Ein erster (ganz grober Plan) ist, eine Wohnung zu kaufen, 3-4 Jahre darin zu leben und dann zu bauen und den Kredit für die Wohnung über die Miete zu zahlen. Da wir noch nicht verheiratet sind, würde es so laufen, dass einer von uns beiden - vermutlich ich - den Kredit aufnimmmt und wir uns die monatliche Rate teilen. Da in unserer Ecke Bauplätze danach vergeben werden, ob man schon Eigentum hat oder nicht, würde dann der jeweils andere, also mein Freund, den Bauplatz erwerben.

    Nun meine Fragen, da ich mich zum ersten Mal intensiv mit dem Thema beschäftige:
    1. Was haltet ihr von unserem Plan?
    2. Wie sieht es aus, wenn wir vll. in 3-4 Jahren bauen möchten und vielleicht in 5-6 Jahren Kinder haben möchten? Ich persönlich weiß für mich, dass ich auf jeden Fall nach den Kindern wieder arbeiten gehen möchte. Wenn auch nur Teilzeit oder Homeoffice (mein Arbeitgeber bietet uns da vielfältige Möglichkeiten).

    Auch wenn ich eigtl. sehr strukturiert bin, weiß ich nicht, ob es so glatt laufen kann, dass die Wohnung sich irgendwann "von selbst" trägt (mit den richtigen Mietern) und wir dann auch noch ein Haus finanzieren könnten.

    Was brauchen wir an Nettogehalt, um ein Haus, irgendwann mit Kindern, unterhalten zu können? Bevor ich anfange, mir ganz detailliert Gedanken zu machen und bevor wir uns mit unseren Eltern an einen Tisch setzen um alles in Ruhe durchzusprechen, möchte ich gerne ein paar Meinungen von Menschen, die sich vermutlich schon deutlich intensiver mit allem auseinandergesetzt haben als ich. ;)

    Mal noch als Querinfo: Die Eltern meines Freundes hatten auch schonmal angedeutet, dass sie ja die Wohnung kaufen könnten, wir quasi monatlich Miete zahlen - mein Freund die Wohnung dann aber irgendwann erbt und somit seine eigene Wohnung finanziert - wenn ihr versteht was ich meine.

    Allerdings möchte ich soetwas eigentlich gerne alleine stemmen können - weil man nie weiß, was passiert und ich nicht abhängig sein möchte.

    Ich bin gespannt auf eure Meinungen und hoffe, dass überhaupt jemand meinen Roman bis zum Ende gelesen hat. ;)

    Viele Grüße,
    cw1704

  • tantom 03.12.13 - 12:09

  • Huhu!

    Kurz zum Verständnis: ihr wollt etzt eine Wohnung kaufen und in 3-4 Jahren ein Haus bauen und von den Mieteinnahmen das Haus abzahlen?

    Ihr hättet aber die Wohnung in 3-4 Jahren nicht abbezahlt, oder? Also habt ihr dann 2 Kredite, die Wohnung trägt sich evtl selbst, bleibt dann aber noch die Rate fürs Haus.

    LG Tanja

  • cw1704 03.12.13 - 12:22

  • Hallo Tanja,

    lieben Dank für deine Antwort.

    Wir haben es eigentlich so gedacht, dass wir nach 3-4 Jahren (die Zeiträume sind natürlich nicht fix, einfach nur, damit man eine Orientierung hat) aus der Wohnung ausziehen und diese vermieten. Die Mieteinnahmen würden wir dann für den Kredit der Wohnung verwenden und beim Haus quasi mit einem neuen Kredit anfangen.

    Die Wohnung hätten wir natürlich nach 5 Jahren noch nicht abbezahlt - aber sie würde sich ja über die Mieteinnahmen tragen.

    LG
    Christina

  • sonne.hannover 03.12.13 - 12:26

  • "Die Wohnung hätten wir natürlich nach 5 Jahren noch nicht abbezahlt - aber sie würde sich ja über die Mieteinnahmen tragen".... Davon würde ich heutzutage nicht mehr ausgehen und auch nicht fest damit rechnen. Warum spart Ihr nicht weiter Eigenkapital und baut dann, ohne vorher ne Wohnung zu kaufen?

  • cw1704 03.12.13 - 12:38

  • Weil wir die Wohnung auch schon ein stückweit als Altersvorsorge nehmen möchten und ich irgendwie noch ein paar Jahre warten möchte, bevor ich mich grundsätzlich dafür entscheiden möchte, wie ich mein Leben lang wohnen möchte...

    Ich weiß, es ist irgendwie etwas gegensätzlich. Aber meint ihr, es ist grundsätzlich zu stemmen?

  • redsnapper 03.12.13 - 12:42

  • Ich weiß ja nicht wo ihr wohnt? Aber ist es denn sicher, dass die Wohnung dann auch vermietet werden kann bzw. dass die Mieteinnahmen dann für den Hauskredit reichen?

    Mir persönlich wäre das viel zu riskant, zumal nach erst 2jähriger Beziehung....

  • sonne.hannover 03.12.13 - 12:45

  • zu stemmen wäre so etwas sicherlich. Aber ich würde heutzutage auf jeden Fall nicht auf gesicherte bzw. zwingend notwendige Mieteinnahmen setzen....

  • cw1704 03.12.13 - 13:03

  • @ redsnapper:
    Du hast Recht, 2 Jahre Beziehung sind nicht das längste. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, dass alles dreimal abgesichert ist. Aus dem Grund könnte die Wohnung z. B. komplett auf meinen Namen laufen. Weil im Fall des Falles hätte ich dann die Wohnung und könnte mit meinem Gehalt das Ganze ganz gut stemmen.

    Dann folgt ja auch erstmal die Hausgeschichte nicht mehr. ;)

    Wir wohnen hier sehr ländlich - ABER die Wohnung ist in der nächstgelegenen Stadt angesiedelt. Da werden im Moment viele Eigentumswohnungen gebaut und von der Lage her liegt die Stadt inmitten vieler großer Unternehmen. Bertelsmann, Miele, Nobilia, Dr. Oetker etc. liegen quasi rundherum, so dass die Lage der Wohnung auch zukünftig gut sein wird.

    Aber danke euch schonmal für den Tipp, nicht auf gesicherte Miteinnahmen zu setzen. Man hört immer: Das trägt sich schon von alleine. Dem ist dann ja scheinbar nicht so...zumindest nicht ausschließlich...

  • windsbraut69 03.12.13 - 15:33

  • Du willst mit 2200 Euro Netto eine 180000 Euro-Immobilie gut stemmen und Dein Freund mit 1700 Euro ein sicher noch teureres Haus finanzieren???

  • schmelli 10.12.13 - 19:50

  • Also wenn du mit ländlich Verl meinst und mit der nächstgelegenen Stadt Gütersloh, ja ich denke, sowohl in Verl, wie auch in Gütersloh werdet ihr immer gut vermieten können. Wenn die Lage der Wohnung stimmt.

  • cw1704 03.12.13 - 13:03

  • @ redsnapper:
    Du hast Recht, 2 Jahre Beziehung sind nicht das längste. Deshalb ist es mir auch sehr wichtig, dass alles dreimal abgesichert ist. Aus dem Grund könnte die Wohnung z. B. komplett auf meinen Namen laufen. Weil im Fall des Falles hätte ich dann die Wohnung und könnte mit meinem Gehalt das Ganze ganz gut stemmen.

    Dann folgt ja auch erstmal die Hausgeschichte nicht mehr. ;)

    Wir wohnen hier sehr ländlich - ABER die Wohnung ist in der nächstgelegenen Stadt angesiedelt. Da werden im Moment viele Eigentumswohnungen gebaut und von der Lage her liegt die Stadt inmitten vieler großer Unternehmen. Bertelsmann, Miele, Nobilia, Dr. Oetker etc. liegen quasi rundherum, so dass die Lage der Wohnung auch zukünftig gut sein wird.

    Aber danke euch schonmal für den Tipp, nicht auf gesicherte Miteinnahmen zu setzen. Man hört immer: Das trägt sich schon von alleine. Dem ist dann ja scheinbar nicht so...zumindest nicht ausschließlich...

  • redsnapper 03.12.13 - 16:44

  • Naja, also eine Wohnung in der Preisklasse bei nur einem Gehalt halte ich für ein zu riskantes Abenteuer!

    Da würde ich dann doch lieber noch ein paar Jahre warten und dann ein Immobilienkauf mir zwei Gehältern angehen!

  • windsbraut69 03.12.13 - 15:31

  • " Aber meint ihr, es ist grundsätzlich zu stemmen?"

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Wohnungs- bzw. Hausfinanzierung in der von Dir genannten Höhe mit jeweils nur einem Eurer Gehälter funktioniert. Ihr wollt ja ausdrücklich jeder einzeln eine der beiden Immobilien kaufen...
    Persönlich wäre mir vor allem die vermietete Wohnung zu riskant und ich würde den Schritt überspringen und in der Zwischenzeit als Altersvorsorge das Eigenkapital für das Haus erhöhen.

    LG

  • smooth-jazz 03.12.13 - 13:06

  • Ich kann dir von meiner kurzen Erfahrung als Vermieterin berichten, dass mein Mieter 6 Monate in der Whg. gewohnt und nach 3 Monaten aufgehört hat zu zahlen. Ich habe eine Räumungsklage eingereicht, der Mann ist jetzt weg. Ich muss die ausstehende Miete einklagen. Je nach dem auf welchem Platz ich als Gläubigerin stehe, sehe ich mein Geld wahrscheinlich nie wieder.

    Das ist nicht nur meine Erfahrung, man hört es immer wieder.

    Eine Kollegin vermietet 5 Wohnungen, momentan laufen 2 Klagen - 1 Räumungsklage und eine Klage wg. Nebenkosten.

    Klar gibt es auch gute Mieter, aber es ist wohl eine Ausnahme.

    LG

  • windsbraut69 03.12.13 - 15:47

  • Unsere älteren nicht gut situierten Nachbarn haben eine kleine Wohnung (ein Teil eines Tagelöhnerhauses) gekauft, um dort "im Alter" selbst zu wohnen und es solange möbliert zu vermieten. Das läuft jetzt vielleicht 6 - 8 Jahre und sie sind schon 2 x richtig auf die Nase gefallen. Einer der Mieter hat nicht gezahlt und dann noch die Einrichtung bei Nacht und Nebel mitgenommen. Dann lange Leerstand und wieder ein Mieter, der ruckzuck wieder verschwunden ist und Schulden hinterlassen hat...

    Vermietung kann man sich m. E. nur dann leisten, wenn man a) die Mieteinnahmen nicht wirklich benötigt und b) genug Kapitalpuffer hat, auch Schäden durch Mietnomaden usw. wegzustecken...Ob man sich in der Situation dann den Ärger und die Arbeit aufhalsen will, ist die nächste Frage.

    Lg,

    W

  • smooth-jazz 03.12.13 - 16:00

  • So war auch mein Plan...

    Jetzt verkaufe ich die Whg., da ich mich nicht in der Lage sehe, wieder Nerven und Geld zu investieren.

    Mein Mieter hat mir die Wohnung und den Keller zugemüllt, der Container kostet mich € 250. Ausserdem sind 3 Sachen beschädigt - Vandalismus, ich habe nächste Woche einen Termin mit der Fa., die es repariert.

    D.h. für mich wieder Kosten und wieder einen halben Tag Urlaub, da ich nicht im gleichen Ort wohne.

    LG

  • windsbraut69 04.12.13 - 09:34

  • Wenn man finanziell nicht wirklich jenseits von Gut und Böse ist, kann Vermietung ein teures Hobby oder schlimmstenfalls der finanzielle Ruin werden, vom Zeitaufwand und der nervlichen Belastung ganz abgesehen.

    LG,

    W

  • windsbraut69 03.12.13 - 15:29

  • Im (seltenen) Idealfall....

  • casssiopaia 03.12.13 - 14:08

  • Ich finde, dass Dein/euer Plan gut und vernünftig klingt. Du scheinst klar zu wissen, was Du willst und machst Dir darüber sehr viele Gedanken, was ich sehr gut finde.

    So wie Du schreibst und eure Voraussetzungen schilderst, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, eine Wohnung zu kaufen. Euer Einkommen sollte dafür definitiv reichen.

    Und ob ihr die Wohnung dann vermietet oder vielleicht doch wieder verkauft, wenn ihr in ein paar Jahren bauen wollt, müsst ihr ja nicht jetzt entscheiden.

    VG
    Claudia #sonne

  • windsbraut69 03.12.13 - 15:49

  • Mit knapp 4000 Euro gemeinsamem Gesamtetto würde ich EINE der beiden Immobilien kaufen aber nicht parallel gleich 2!
    Mieteinnahmen für die Finanzierung einzukalkulieren ist auch riskant.

    LG

  • baby.2013 03.12.13 - 14:58

  • meine meinung: weiter zur miete wohnen (aber gemeinsam, nicht nur auf besuch!), fleißig geld ansparen und dann in 3-4 jahren gemwinsam etwas kaufen (wohnung oder haus), vor allem dann deutlich mehr eigenkapital haben.
    ihr seid erst 2 jahre ein paar, recht jung und habt keinen wirklichen gemeinsamen hausstand. das würde mir nicht reichen.
    lg

  • baby.2013 03.12.13 - 15:02

  • p.s.: an eigenkapital sollten vernünftigerweise 20 - 25 % vorhanden sein, also etwa 40-45.000 euro (und nicht die kaufnebenkosten vergessen!)

  • tinamilou 03.12.13 - 17:45

  • Hallo ,

    mir fällt dazu nur ein , daß es meist anders kommt als man denkt...:-)

    Selbst wenn sich die Kosten für die ETW durch Mieteinnahmen selber tragen sollten müsstet ihr mit dem Nettogehalt deines eventuell zukünftigen Mannes und Vater Deiner Kinder die Kosten für ein Haus+Nebenkosten+Versicherungen+Lebenshaltungskosten+Rücklagen decken können.Und dafür reichen die momentanen 1700 € nicht .

    Ob Du gleich nach der Geburt wieder arbeiten gehen kannst / möchtest würde ich mal aus der Gleichung rausnehmen.
    Da habt ihr noch keine Einrichtung , Auto oder Urlaub mit drin.
    Das find ich ganz schön schwerer Tobak für ein junges Paar.

    Ich würde es so nicht machen.Auch wenn der niedrige Zins momentan dazu verleitet.

    Zieht erst mal zusammen und führt ein paar Monate ein Haushaltsbuch um zu sehen , wieviel ihr im Monat braucht. Und dann geht zur Bank und lasst Euch beraten und ausrechnen , wie hoch die Kreditrate für einje ETW wäre.

    Bei Eigentumswohnungen kommen noch einige Nebenkosten hinzu, die man als Mieter nicht hat.

    Und dann könnt ihr Euch Gedanken um alles andere machen:-)

    Viel Glück

    Tina

  • wasteline 03.12.13 - 18:04

  • ICH würde es nicht machen und kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Bank euch beide Immobilien finanzieren wird.

    Im Moment hört sich das Gesamtnetto recht gut an, abzüglich der Fixkosten sieht es aber schon wieder anders aus. Wie wollt ihr die Hypothek für Wohnung und Haus abtragen, wenn die Wohnung nicht nahtlos vermietet wird? Oder - worst case - der Mieter die Miete über längere Zeit nicht bezahlt? Wie wollt ihr vom Gehalt deines Freundes ein Haus und alle Fixkosten bezahlen, wenn du dir mit einem Kind den Luxus leisten willst, lediglich Teilzeit zu arbeiten?

    Ihr solltet auch bedenken, dass ihr eigentlich gar kein Eigenkapital habt. Bei einem angenommenen Kaufpreis von 180.000 € werden die Kaufnebenkosten euer Eigenkapital auffressen. Ganz zu schweigen, dass für einen Hauskauf gar kein Kapital mehr vorhanden ist.

    Ihr dürft ja gerne mal träumen, aber landen solltet ihr in der Realität. Und die sieht im besten Fall so aus, dass ihr in den nächsten Jahre das Eigenkapital aufstockt und dann eventuell eine Wohnung zur Eigennutzung kauft oder, wenn das Geld ausreicht, ein Haus. Alles andere ist finanzielles Harakiri.

  • missmama87 03.12.13 - 18:49

  • Hallo,

    grundsätzlich finde ich super, dass Du darüber auch wirklich nachgedacht hast!
    Und das auch relativ gründlich!

    Das finde ich schonmal super!!!

    Mir persönlich wäre 20.000€ EK zu wenig! Allerdings kommt das ja auch immer auf die Gegend an in welcher man Eigentum erwerben oder Wohneigentum bauen möchte.
    Da variieren sowohl die Immobilien, als auch die Grundstückspreise!

    Bei uns im Rhein-Main- Gebiet (A´Burg) würde man mit dem Betrag nicht allzuweit kommen.

    Grundsätzlich finde ich es nicht dumm die Wohnung/eine Wohnung zu kaufen und bei räumlicher umorientierung aufgrund von höherem Platzbedarf (Kinder und co) zu vermieten.
    Aber der Plan geht auch nur auf wenn man an vernünftige Mieter gerät.

    Meine Eltern haben mehrere Häuser und hatten da ein paar Mal schon ganz schön Pech!
    Mietausfall über Monate, das Entsorgen der Überreste wenn die Mieter endlich raus sind, dann Renovierungsarbeiten und kosten und oftmals sind es auch schon Sanierungsarbeiten gewesen...

    Sollte mal so ein Fall eintreten, finanziert sich die Wohnung in der Zeit des Mietausfalls keinesfalls von allein! Im Gegenteil, mit Renovierung, Sanierung usw zahlt man sogar ordentlich drauf! Und das muss man sich finanziell auch leisten können! Eine Räumungsklage dauert ebenfalls ewig und kostet ... Und das Geld wiederholen durch Klage bringt auch nur was wenn es denn beim Mieter "was zu holen gibt" ...

    Das klingt jetzt erstmal gruselig und nach absolutem "worst case" ... aber da ich das in all den Jahren bei meinen Eltern schon ein paar mal mitbekommen habe, weiß ich 2 Dinge genau:

    1) Man kann den Leuten nur vor den Kopf gucken und das kann noch so toll wirken!

    2) NIE IM LEBEN will ich Vermieter sein!

    Abgesehen davon habt ihr auch wirklich noch Zeit!

    Ich glaube Projekt "Wohneigentum" bzw. geplant sind in der Hinsicht ja 2 "Projekte" müssen nach 2 Jahren Beziehung noch nicht sein! (Finde ich)

    Und mit 400€ Miete wirfst Du auch keinen hohen Betrag aus dem Fenster!

    Zumal sich Dein Freund daran auch beteiligen könnte wenn er eh bei Dir "mit wohnt" ...

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