Gehen Eure Kinder gerne in den Kindergarten?

"Mama, muss ich heute in den Kindergarten?"
"Ja, heute ist Kindergartentag, das ist doch schön, oder? Dann kannst Du sooo schön mit den Kindern spielen."
"Ich mag nicht mit Kindern spielen. Ich mag mit Mama spielen."

Hallo Liebe Mamis,

so geht es fast jeden Tag. Mein Kind mag nicht gerne in den Kindergarten. Sie spielt auch nicht viel mit anderen Kindern - meistens sitzt sie alleine irgendwo herum. Mal ist eine Erzieherin bei ihr, wenn ich sie abhole. mal sitzt sie alleine im Flur und wartet auf mich (da schnürts mir dann immer den Hals zu, weil mir mein Kind leid tut).
Mal ist eine kleine Freundin dabei (mit zwei oder drei Kindern hat sie mehr Kontakt, aber so richtig spielen tut sie auch mit denen nicht).

Ist das normal? Würde ein Kigawechsel helfen?
Es ist auch schon zweimal vorgekommen, dass man ihr Stofftier im Garten vergraben hat - ohne dass es die Erzieher bemerkt haben.
Ich selbst ging nicht in den Kindergarten - ich wollte nicht, also musste ich auch nicht.
Aber im Gegenssatz damals zu mir ist Julia ein Einzelkind und ich bin berufstätig. Ich finde den Kontakt mit Gleichaltrigen schon sehr wichtig.

Sie geht seit September in den Kiga - eine gemischte Gruppe mit 25 Kindern und 2 Erzieherinnen - die Gruppen sind offen, das Konzept lässt den Kindern viel (zu viel?) Freiraum. Sie dürfen das tun, wozu sie Lust haben.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

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Hm seit wann geht denn Deine Tochter in den KiGa? Wie war die Eingewöhnung?

Ich kenn das nicht von meiner Tochter. Sie ging aber auch schon zur Tagesmutter wo andere Kinder waren mit ca. 15 Monaten. Da hatten wir eine Eingewöhnungsphase von ca. 2 Wochen, im Kindergarten gar nicht mehr. Ich war als Kind auch so, immer in der "Herde".

Was sagen denn die Erzieherinnen dazu?

LG!
Britta

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Hallo Britta,

danke für deine Antwort.

Julias Eingewöhnung (sie geht seit September in den Kindergarten) verlief eigentlich sehr gut - sie freute sich auf den Kindergarten und fand es toll, endlich auch wie der Nachbarsjunge ein Kindergatenkind zu sein. Mit diesem hat sie haptsächlich in der ersten Zeit auch ausschließlich gespielt - später wurde es dann weniger, da bei den Jungs dort Mädchen wohl gerade als uncool empfunden werden.

Das Elterngespräch im Dezember war ein Schock für mich -die Erzieherinnen hielten meine Tochter für verhaltensauffällig (da sie sich nicht an Regeln hielt und ebenn nicht mit anderen Kindern spielen wollte). Eine herbeigerufene Psychologin gab jedoch Entwarnung: mein Kind verhalte sich im Spiel mit anderen Kindern völlig normal, sie habe allerdings einen sehr großen "Sturkopf".

Mittlerweile geht sie im Kindergarten nicht mehr auf die Toilette und mag auch nicht mehr dort frühstücken. Warum weiß ich nicht.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

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Mit dem "Prädikat" verhaltensauffällig haben es sich die Erzieher sicherlich leicht gemacht. Was sagt denn Deine Tochter wenn Du sie direkt fragst was ihr nicht gefällt?
Vielleicht ist es echt nur eine Phase? Einen Rat hab ich leider auch nicht. Die Idee ein Kind mal zu Euch einzuladen find ich aber auch echt gut.
Gruß!
Britta

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Hi,

ja das ist normal. Mein Großer ist 6 geworden und fragt mich seeehr oft ob er hin muß ;-) Er ist ein Kind was gerne zuhause ist.
Bis er ca. 4 1/2 Jahre alt war hat er oft alleine gespielt oder neben den anderen. Auch bei geschlossenem Konzept.
Nun ist er mit seinem kleinen Bruder seit August in einer offenen Einrichtung und er hat viele Freunde etc., aber er würde auch jetzt noch nur hingehen wenn ER mal möchte ;-)
Mein Kleiner geht suuuuper gerne hin. Auch ohne seinen Bruder (wenn der mal krank war)!

Nein, ich würde nicht wechseln. Lade öfter mal ein Kind zu euch ein. Das hilft schon viel!

LG Nana

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Danke, Nana.

Wir laden schon Kinder zu uns ein - das Nachbarskind ( die beiden trennt nur der Gartenzaun) ist manchmal bei und und auch zu einem weiteren Kind aus der Gruppe haben wir regelmäßig Kontakt (leider ist das Mädchen noch bis Mai mit seinen Eltern im Ausland).

Es beruhigt mich, wenn nicht alle Kinder gerne hingehen - wie gesagt, ich selbst ging damals nur 2 Wochen in den Kindergarten und ließ es dann blleiben, weil es mir nicht gefiel.

Ich habe ein schlechtes Gewissen Julia gegenüber, dass ich sie "zwinge" dorthin zu gehen, wo ich es doch damals auch nicht tat.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

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Hi,
ich hatte auch oft ein schlechtes Gewissen das ich Louis "zwinge" hinzugehen.....aber wenn ich ihn dann vorm Abholen beobachtet habe wie er mit anderen spielt oder wenn er freudestrahlend mal was gebastelt oder gemalt hat, dann war ich wieder beruhigt. Außerdem wußte ich das es GUT ist für ihn. Sozial, emotional und vorallem auch kognitiv!

Jetzt, 3 Jahre später, bin ich froh das er sich soooo super entwickelt hat. Ohne Kindergarten wäre er immer noch der schüchterne introvertierte kleine Junge!

VG Nana

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Hallo!

Meine Tochter geht seit August in den Kiga. Sie liebt den Kindergarten und stürmt jeden Morgen mit voller Begeisterung in ihre Gruppe und das obwohl sie bis vor Kurzem auch noch nicht mit den anderen Kindern gespielt hat, sondern lieber alleine oder mit den Erzieherinnen.

LG Lena

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da musst du durch, aber es legt sich auch wieder.

Wir hatten das bei unserem Großen und auch bei unserer Nichte (gehn in den gleichen KiGa) das Kinder nicht wollen kommt immer mal vor bei einigen eher bei einigen später.

Tim (2) soll auch ab nächsten Monat in den KiGa mal schauen wann er diese Phase bekommt.

Viel Glück ihr schafft das schon.
Schön wenn sie schon ein paar Freundinnen hat, Max musste erst der Größte seiner Gruppe werden um gerne in den KiGa zu gehen.

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Meine Tochter kommt morgens strahlend an unser Bett gerannt und ruft "Tweenie 2!" (Name ihrer Gruppe), allerdings spielt sie da auch mit anderen Kindern, und so Sachen dass ihr Tier vergraben wird koennte da gar nicht vorkommen, da die Betreuer da vorher eingreifen wuerden (Wenn ein Kind ein anderes aergert oder was einfach wegnimmt, wird dazwischen gegangen und das Kind muss sich entschuldigen).

Der Betreuerschluessel bei euch kommt mir recht klein vor (allerdings leben wir in England, da ist das etwas enger) und so ganz ohne Struktur finde ich das auch nicht ideal - ein bissel freies Spiel muss ja sein, aber das was du beschreibst klingt nicht nach stimulierender Gruppensituation sondern Aufbewahrung.

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Guten Abend!

Der Betreuerschlüssel ist der gesetzlich Vorgeschriebene; der Regelfall für deutsche Verhältnisse.

Der Kindergarten, in den Julia geht, hat hier einen sehr guten Ruf. Ich wurde sogar neulich in der Apotheke von der Verkäuferin drauf angesprochen "Ach, Ihr Kind geht in den tollen Kindergarten!".
Nebenbei: er ist auch nicht der günstigste gewesen.

Ich habe damals meine Nachbarschaft nach dem besten Kindergarten befragt und fast einstimmig wurde mir damals diese Einrichtung empfohlen.

Aber wenn der Kindergarten doch so toll sen soll: warum mag ihn meine Kleine nicht?

Liebe Grüße,
Knoerrnsche

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"Aber wenn der Kindergarten doch so toll sen soll: warum mag ihn meine Kleine nicht? "

Das haben sich meine Eltern auch immer gefragt. Die Antwort: aus Erwachsenensicht war er super. Aus meiner Kindersicht leider nicht.

Meine geht übrigens in einen, der hier eher abschätzig gehandelt wird. In die, die als Tollstes gelten, klammerte sie von Anfang an mir und drängte mich wieder zu gehen.
In ihrem sprang sie in den ersten Minuten los, schaute sich alleine um, wurde von der Erzieherinnen begrüßt. Er hat hier keinen guten Ruf, aber ich sehe, wie mein Kind darin aufblüht und spüre noch, wie unwohl sie sich im "Tollsten" fühlte beim Anschauen.

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Hallo!

Ich war als Kind gerne im Kiga, aber wenn ich keine lust hatte, blieb ich eben zuhause, mein bruder garnicht, er wollte nicht und musste nicht.#

Ich persönlich sehe das so:

Wenn mein Kind sich langfristig nicht wohl fühlt im Kiga, muss ich sehen, woran das liegt.

Was sagen die erzieherinnen dazu?
was sagt deine Tochter, was sich ändern müsste, damit es ihr besser gefällt?

Ich persönlich habe nun den Vorteil, dass ih zuhause sein kann, nicht auf Betreuung angewiesen bin, daher ist für mich ganz klar:

wenn mein Kind wirklich und dauerhaft nicht will, dann muss es auch nicht.
Kontakt zu Anderen gibt es auch anders und lösen wird sich das Kind von alleine, wenn es so weit ist.

Meine großen gehen mittlerweile zur Schule...
Ich habe sie zwar schon zu Regelmässigkeit angehalten, aber wenn sie morgens mal wirklich nicht wollten, was ab und an vorkam und ich keinen dringenden termin hatte, blieben sie eben zuhause..
Ebeneso, wenn ich einen termin hatte, sie aber ernsthaft nicht wollten, da habe ich dann abgewägt, was dringender war.

Ich bin gut damit gefahren.

Da du ja aber arbeitest, kannst du nur da ansetzten, es ihr netter zu machen...und ihr zu erklären, dass du auch gern bei ihr wärest, aber arbeiten musst und es ihr "job" ist, im kiga zu sein...


lg

melanie mit 4 Kindern

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Hallo Melanie,

ich arbeite nur an zwei Tagen in der Woche, von daher könnten wir die Kindergartenbesuche schon einschränken.

Sie geht gottseidank ohne größeres Theater in den Kindergarten. Ich befürchte, dass sie, wenn sie die Wahl hat, manchmal hinzugehen und dann wieder nicht, irgendwann einmal nur noch mit großen Diskussionen dorthin gehen wird.

Manchmal freut sie sich sogar ein wenig auf den Kindergarten, aber das ist seeehr selten.
Sie erzählt nicht viel über den Kindergarten, ich weiß nicht, was ihr Probleme bereitet - die Erzieherinnen wissen es auch nicht.
Nur dass sie lieber zuhause ist (sie will auch sonst nicht weg, höchstens zum Spielplatz). Das erzählt sie mir.

Was ich merke: Sie kann sich nur schwer ein- bzw. unterordnen. Geht etwas nicht nach ihrem Willen, mag sie nicht.

Liebe Grüße,
Knoerrnsche



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Hallo,

meine Tochter wird im Sommer 5 und fragt mich seit neuestem immer jeden Morgen, ob heut Kiga ist. Wenn ich sage "Na klar, heut ist doch erst Die" (oder n anderer Tag) verdreht sie die Augen.

Sie ist eig immer gerne gegangen. Jetzt bin ich aber in Eltzeit und KÖNNTE sie ja mal zH lassen. Aber ich denke wenn ich erstmal damit anfange es regelmäßig zu tun dann wird es umso schwieriger wenn sie wieder tatsächlich täglich MUSS.

Die ist immer Spielzeugtag im Kiga. Neulich meinte sie dass an diesem Tag keiner mehr mit ihr spielen will und alle sagen sie sei doof und blöd. Weißte wie weh das tut?

Das Ding bei ihr ist dass sie nicht zH bleiben möchte damit sie mehr von mir hat und ich weniger Zeit mit ihrem Bruder verbringen kann, sondern einfach damit sie sich mit den Kids im Kiga nicht rumärgern muss. Sie macht so ja keine Probleme direkt beim Bringen, nur halt vorher zH noch. Ihren Bruder liebt sie abgöttisch. Da er jeden Morgen mit muss wollen die anderen Kinder natürlich immer gucken. Aber das will meine Tochter nicht. Es ist ihr Bruder und nur von ihr auserwählte Personen dürfen gucken.

Sie hatte mich mal gefragt ob er auch mal in den Kiga muss. Als ich dann sagte "Ja" war sie völlig platt und meinte, dann will aber nur sie mit ihm spielen und er brauch auch keine anderen Freunde. Und sie will dann auch keine Freunde mehr. Für sie gibt es nur noch ihren Bruder, den will sie später heiraten und mit ihm Kinder haben #rofl Komische Art Eifersucht also.

Aber sonst ist sie immer gern gegangen. Es gab da nie ne Diskussion drüber. Für sie war es so wie es für mich der Gang zur Arb war. Sie war und ist auch relativ selbstbewusst, fordert ihr Recht, geht dazwischen wenn andere sich streiten und findet es doof wenn ich nachmittag "zu zeitig" da bin um sie abzuholen.

Wir haben auch viel Kontakt zu zwei drei Kindern außerhalb des Kigas, weil wir Muttis uns auch gut verstehen. Viell hilft das deiner Tochter, Kontakte zu knüpfen?

Ansonsten hätte ich auch keine Lösung für dich, denn ich denke jedes Kind ist so unterschiedlich dass es einfach kein Patentrezept gibt.

Viel Glück und LG
nineeleven

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Hallo,

mein Kind geht gerne. Fast schon eine Strafe, wenn sie mal nicht hindarf.

Ich selbst habe den Kindergarten gehasst. Vom ersten bis zum letzten Tag.
Konzept war wohl gut, ich fand es schrecklich!!

Viele Gründe.

Ich denke schon, dass mir ein Wechsel sehr geholfen hätte. Nicht in jeden anderen, aber in einen der zu mir gepasst hätte.

Bei meiner habe ich von Anfang an mehrere angeschaut, sie mitgenommen und mitentscheiden lassen. Wir waren uns schnell einig, welcher.

Jedes Kind wird als Individuum angenommen und als Individuum zu einer Gruppe zusammengefügt.

Bei mir damals wurde jedes Individuum entsetzt angeschaut, geschnappt, in die Gruppe und Vorgaben gepresst.


Wenn du einen Wechsel in Erwägung ziehst: schau dir alle in Frage kommenden Kindergärten an. Nimm sie mit. Achte drauf wie sie reagiert. Achte darauf, ob die Erzieher sie direkt begrüßen oder ob sie nur dich begrüßen und über ihren Kopf hinweg reden...
Oft sind es für uns Erwachsene Kleinigkeiten, die uns nicht auffallen würden. Die den Umgang mit dem Kind/den Kindern deutlich zeigen.

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Hallo,

ja, so ähnlich ist das bei uns auch. Montag morgen wird gefragt, wieviele Tage es noch bis zum WE sind. Und jeden Morgen wird erneut gefragt, ob er nun wieder zum Kindergarten gehen muss.

Kurz: er geht gar nicht gerne. Er mag zwar seine Freunde dort. Aber es gibt auch einige Dinge, die ihn wirklich stören.

Er weint zwar morgens nicht, aber ich habe das Gefühl, er geht widerwillig hin.

Gruss
Murmel